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Donnerstag, 2. April 2015

Prophet brother Claimentain on 1 April.




Fromman-Holzboog [SKA Publisher] Terminates Christian Clement!

German News Agency.
Dateline:  April 1, 2015

Translated by Tom Mellett

Fromman-Holzboog, the renowned Stuttgart Academic Publisher, which had contracted since 2013 to publish the first text-critical edition [SKA] of the writings of Rudolf Steiner, the founder of  Anthroposophy, has unexpectedly announced that it will terminate its collaboration with the editor, Christian Clement. "It was a gamble from the beginning," explained publishing director Herbert Holzboog, "and now we have decided that Clement’s controversial methodology of editing is no longer in keeping with the serious reputation of our publishing house."

For a long time there has been much criticism on the part of anthroposophical commentators about the academic nature of Clement’s SKA volumes. Irene Diet, Pietro Archiati, Thomas Mayer and other high-level representatives of anthroposophy had repeatedly pointed out that, anthroposophically speaking, not only is the work of Clement totally unacceptable but it also does not satisfy the requirements of ordinary academic scholarship in any way whatsoever. Despite these reactions, the publisher stood by Clement and assessed the controversy surrounding his work merely as a symptom of internal anthroposophical conflicts.

But it was only after the internationally acknowledged expert in Anthroposophy, Helmut Zander, along with other influential Steiner researchers like Peter Staudenmaier, Hartmut Traub and Ansgar Martins, attested to the publisher that Clement is utterly academically incompetent, that, after 3 volumes, this ambitious editorial project will be transferred to some other editor.

As their justification, the publishers underscored the fact that Clement himself --- mainly through his stubborn insistence that Anthroposophy cannot be understood in a naive sense as a description of the “world beyond,” but must be regarded as advanced schooling in the idealistic philosophy of consciousness in the tradition of German Idealism --- created an impossible situation not only for Anthroposophists themselves but also for academic critics of Anthroposophy. "Steiner believed in spiritual beings and in worlds beyond just like you and I believe in tables and chairs. That’s just how it is,” commented Peter Staudenmaier recently, adding: “Whoever does not recognize that, simply cannot claim to be pursuing serious and critical Steiner research.” Even the widely renowned Anthroposophist, Holger Niederhausen agreed with the criticism saying:  “Whatever  Steiner says, it’s true. "

The publisher will decide by the end of April who will become Clement’s successor. Besides Helmut Zander and Pietro Archiati --- both of whom have already expressed their readiness --- other candidates are in the running, such as the muck-raking Anthroposophist, Willy Lochmann, and the Steiner expert Andreas Lichte. 

Bruder Claimentein als Prophet on 1 April


Mittwoch, 1. April 2015



Frommann-holzboog trennt sich von Christian Clement


dpa. Der renommierte Stuttgarter Wissenschaftsverlag, in welchem seit 2013 die erste textkritische Ausgabe der Schriften des Anthroposophiegründers Rudolf Steiner vertrieben wird, hat überraschend angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Herausgeber Christian Clement zu beenden. „Es war von Anfang an ein Wagnis“, ließ Verlagsleiter Herbert Holzboog verlauten, „und jetzt sind wir zu dem Schluß gekommen, dass sich die kontroverse Editionsmethode Clements mit dem seriösen Anspruch unseres Hauses nicht länger vereinbaren lässt.“Schon lange hatte es von Seiten anthroposophischer Kommentatoren Kritik am wissenschaftlichen Charakter von Clements Ausgabe gegeben. Irene Diet, Pietro Archiati, Thomas Mayer und andere hochrangige Vertreter der Anthroposophie hatten wiederholt darauf hingewiesen, dass die Arbeit Clements nicht nur anthroposophischerseits völlig untragbar sei, sondern auch den Anforderungen gewöhnlichen wissenschaftlichen Arbeitens in keiner Weise genüge. Der Verlag hatte aber trotz dieser Reaktionen an Clement festgehalten und die kontroverse Debatte um dessen Arbeit als Symptom rein inneranthroposophischer Konflikte eingeschätzt.Nachdem aber jetzt auch der international anerkannte Anthroposophie-Experte Helmut Zander sowie weitere angesehene Steiner-forscher wie Peter Staudenmaier, Hartmut Traub und Ansgar Martins dem Verlag gegenüber bescheinigten, dass Clement wissenschaftlich völlig inkompetent sei, entschloss sich der Verlag, das ambitionierte Editionsprojekt nach dem 3. Band einem anderen Herausgeber zu übertragen.In der Begründung strich die Verlagsleitung heraus, dass Clement sich vor allem durch sein stures Beharren darauf, dass man Anthroposophie nicht in einem naiven Sinne als Jenseitsschilderung verstehen könne, sondern als eine Fortbildung idealistischer Bewusstseinsphilosophie in der Tradition des deutschen Idealismus anzusehen habe, sowohl bei Anthroposophen wie auch bei wissenschaftlichen Kritikern der Anthroposophie unmöglich gemacht hat. „Steiner glaubte an Geister und an jenseitige Welten, so wie Sie und ich an Tische und Stühle. Das ist einfach so“, kommentiert jüngst Peter Staudenmaier, „wer das nicht anerkennt, kann nicht beanspruchen, ernsthafte und kritische Steinerforschung zu betreiben.“ Auch der weithin bekannte Anthroposoph Holger Niederhausen stimmte in die Kritik mit ein: "Was Steiner sagt, das ist so."Der Verlag will bis Ende April entscheiden, wer als Nachfolger Clements in Frage kommt. Neben Helmut Zander und Pietro Archiati, die bereits ihre Bereitschaft bekundet haben, sind auch der Enthüllungsanthroposoph Willy Lochmann und der Steiner-Experte Andreas Lichte im Gespräch.


(Quelle: Der Europäer, Jg. 19/4, 1. April 2015)

Donnerstag, 26. März 2015

Archiati

1. Pietro Archiati, Der Intellektualismus und die Anthroposophie

Das Nachwort zur 5. Auflage ist eine zusätzliche Stellungnahme zu SKA 7.

2. Rudolf Steiner, Gibt es eine Geisteswissenschaft?

Die Einführung von Pietro Archiati – «Die Mormonen und die Anthroposophie» – ist für Sie besonders interessant.

https://www.facebook.com/steinerkritischeausgabe.ska/posts/540365882707396
http://www.rudolfsteinerausgaben.com/texte-andere-autoren/buecher/media/pietro-archiati-intellektualismus-flugblatt.pdf

https://www.rudolfsteinerausgaben.com/texte-von-rudolf-steiner/taschenbuecher/media/rudolf-steiner-gw-einfuehrung.pdf

https://www.yumpu.com/de/document/view/24794910/mormonen-als-variante-einer-verschworerischen-lochmann-verlag

Einige Schwerpunkte der Schrift von Pietro Archiati: DER INTELLEKTUALISMUS UND DIE ANTHROPOSOPHIE Eine Einführung in die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners (4. Aufl.; Titel 1.-3. Aufl.: Geisteswissenschaft im 3. Jahrtausend) Im Vorwort (S.7-12) wird darauf hingewiesen, dass Ch. Clement die besondere Quelle der Anthroposophie gar nicht erwähnt. Ein solches Verfahren kann keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben.
1. TEIL: IST CLEMENTS ARBEIT WISSENSCHAFTLICH? Im 1. Teil (S. 13-40) wird im Einzelnen durch Zitate aus der «Einleitung» zu SKA Band 5 der Mangel an Wissenschaftlichkeit dokumentiert. Hier nur einige Schwerpunkte: ▪ (S.13-16) Die Anthroposophie wird auf die allgemein bekannte «Vorstellungsbildung» oder «mystische Erfahrung» zurückgeführt. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum, weil Rudolf Steiner alles auf das Denken und auf dessen Weiterentwicklung zurückführt. ▪ (S.17-19) Rudolf Steiner schreibt, dass alle Inhalte der Schrift Das Christentum direkt aus der geistigen Welt geholt sind. Clement verzerrt in grober Weise den Wortlaut Rudolf Steiners, um zu beweisen, dass dieser nicht sauber mit seinen Quellen umgeht. ▪ (S.19-29) Der Intellektualismus, dem keine Wahrnehmung im Geistigen zur Verfügung steht, kann beliebig das eine und sein Gegenteil beweisen. So kann auch Clement immer «recht behalten». Beispiele werden anhand von Zitaten aus Band 5 besprochen. ▪ (S.29-33) Clement schreibt über Jesus von Nazareth und behauptet, Rudolf Steiner hätte 2 Jesus-Knaben «postuliert», das heißt, frei erfunden. Clements Wiedergabe der angeblich «hochkomplexen Vorstellungen» Rudolf Steiners über den Jesus und den Christus enthält gravierende Fehler (S.30-31, Fußnote). ▪ (S. 39-40) Der 1. Teil schließt mit folgender Bilanz: «Seine [Clements] Darstellung von Steiners Geisteswissenschaft ist nicht nur unwissenschaftlich, sie ist zudem noch wissenschaftsfeindlich. Wissenschaftlich wäre es, wenn Clement seine stillschweigende Grundannahme thematisiert hätte – die Annahme, dass die ihm bekannte Erkenntnisart die einzig mögliche ist, dass es eine objektiv-wissenschaftliche Erkenntnis des Geistigen durch Weiterentwicklung des Denkens, wie sie Steiner für sich in Anspruch nimmt, nicht geben kann –, und er dann versucht hätte, Steiners Anspruch auf Geisteswissenschaft als auf einem Irrtum oder einer Selbsttäuschung beruhend zu widerlegen. Unwissenschaftlich ist es aber, die eigene Grundannahme nicht zur Sprache zu bringen, sie stillschweigend als unumstößliches Dogma gelten zu lassen und Steiners Geisteswissenschaft zu verkennen, sie hinwegzudekretieren, indem man sie als Ergebnis der üblichen Vorstellungs- und Theoriebildung hinstellt. Und wissenschaftsfeindlich ist: Das eigene Dogma als Machtspruch walten zu lassen, der jeden der Unwissenschaftlichkeit zeiht und mit akademischer Vollmacht wirkungsvoll ausgrenzt, der sich wie Steiner nicht fügt. So kann man versuchen, das Entstehen einer wissenschaftlichen Erkenntnis des Geistigen in der heutigen Menschheit zu verhindern.» 2. TEIL: WAS MACHEN DIE MORMONEN MIT DER ANTHROPOSOPHIE? Im 2. Teil (S. 41-65) wird auf die Bedeutung des mormonischen Lebenszusammenhangs von Ch. Clement eingegangen. Es werden zudem frühere Veröffentlichungen Clements besprochen. ▪ (S.41-55) Wie Clement zu den Mormonen steht, ist seine Privatsache. Wie die führenden Mormonen zu Clement stehen, was sie durch ihn in der Welt bewirken, ist keine Privatsache. Es stellt sich die Frage: Warum haben sie den selbsternannten «Steiner-Experten» Clement zum Professoren gemacht? Was bezwecken sie mit der Finanzierung seiner Steiner-Ausgabe? Es liegt der raffinierte Versuch vor, die Anthroposophie einzusargen, das heißt, sie unwirksam zu machen, indem man den Eindruck erweckt, man würde sie fördern. ▪ (S.55-65) Anhand der Doktorarbeit Clements und eines Buchkapitels auf Englisch (es wird mehrfach Englisch zitiert und Deutsch übersetzt) werden folgende Behauptungen Clements dokumentiert (1. und 2. ausdrücklich; 3. indirekt): «1. Steiners Mysteriendramen sind ein «abstruses» Erzeugnis der Vorstellungsbildung eines Dramatikers. 2. Steiner ist «unbestreitbar» – das heißt, es kann und darf nicht bestritten werden –, ein unerfahrener, ja unreifer Dramatiker, der darüber hinaus Goethe und Schiller vielfach falsch interpretiert. 3. Steiners Behauptung, er habe die Inhalte seiner Mysteriendramen aus der geistigen Welt durch unmittelbare Wahrnehmung geholt, beruht auf einem Irrtum, auf einer Selbsttäuschung.» (S.64). 3. TEIL: DER MATERIALISTISCHE INTELLEKTUALISMUS WIRKT SOZIAL ZERSTÖRERISCH – es ist daher für die ganze Menschheit lebenswichtig, ihn durch Geisteswissenschaft zu überwinden Im 3. Teil (S. 67-96) wird die heutige Lage der Anthroposophie in der Menschheit am Leitfaden von folgenden Worten Rudolf Steiners dargestellt: «Wenn ich einmal nicht mehr da bin, wird eine Verintellektualisierung der anthroposophischen Geisteswissenschaft kommen. Das ist eine große Gefahr. Denn das bedeutet die Stagnation der ganzen Bewegung.» (S. 6 und Klappentext). ▪ (S. 67-68; 76-79) Der Intellektualismus hat weite Kreise der Anthroposophenschaft und vor allem die Führenden in der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung (allen voran den Leiter des Rudolf Steiner Archivs) und der Anthroposophischen Gesellschaft erfasst. Die Arbeit von Clement wird gelobt und die kritischen Stimmen werden mit auffälliger Intoleranz zum Schweigen gebracht. ▪ (S. 69-71) Die akademische Wissenschaft hat nicht die Möglichkeit, ein fundiertes Urteil über die Anthroposophie abzugeben, weil diese jenseits ihres Kompetenzbereiches liegt. ▪ (S.81-87) Rudolf Steiner zufolge tritt der Intellektualismus mit einem «Maximum des Fanatismus» auf, und er ist vom zerstörerischen Materialismus untrennbar. Rudolf Steiner führt Folgendes aus: 1. Zum Intellektualismus als «Maximum des Fanatismus» (S.82): «Ich sage mit vollem Bewusstsein: Der Intellektualismus ist der Vater des Fanatismus, denn in keiner Religions-Genossenschaft gab es jemals einen so großen Fanatismus wie bei den modernen Wissenschafts-Genossenschaften. [...] Man muss kennen, wie weit entfernt vom Zugeständnis der Infallibilität an den römischen Papst derjenige sein kann, der unbesieglich an die Infallibilität des Professors oder gar des Abstraktums ‹moderne Wissenschaft› glaubt. Der Glaube an diese Dinge ist so groß, weil man sich dessen gar nicht bewusst ist, dass er überhaupt vorhanden ist, weil man den Glauben daran für eine Selbstverständlichkeit hält. Man bemerkt gar nicht mehr, wie man auf diesem Gebiet in dem Maximum des Fanatismus steckt.» (vgl. Clements Verachtung des Andersdenkenden, S.83). 2. Zur sozial zerstörerischen Wirkung des materialistischen Intellektualismus (S.84-85): «Wenn man die Dinge so laufen lässt, wie sie sich unter dem Einfluss der [...] heraufgekommenen Weltanschauung [. ..] entwickelt haben, dann werden wir am Ende des 20. Jahrhunderts vor dem Krieg aller gegen alle stehen. [...] Wir würden eine Menschheit heranzüchten sehen, die keine sozialen Instinkte mehr hat, umso mehr aber von sozialen Dingen reden würde. [...] Der Intellektualismus, der mit dem Materialismus zusammengehört, er hat die Menschheit so entwickelt, dass er das Vorstellungsleben zu der höchsten Höhe gebracht hat [.. .]. Was aber im Unterbewussten mittlerweile wütete, war das, was den Menschen in seinen Instinkten versklavt hat. Diese müssen wiederum befreit werden. Sie können nur befreit werden, wenn wir [.. .] eine ebenso weithin popularisierte spirituelle Weltanschauung haben, wie wir die materialistische popularisiert haben [...]. Denn die wirkliche Folge [. ..] des Intellektualismus und Materialismus der Wissenschaft, die wirkliche Folge überhaupt unserer gegenwärtigen Wissenschaftlichkeit ist ein sozialer Zustand, der chaotisch ist [. . .]. Es ist dringend notwendig, dass in unser Gesamtleben wiederum in populärer Art auch das einfließt, was Kunde von der geistigen Welt gibt.» ▪ (S. 81-87) Dem sozial Zerstörerischen gegenüber wäre eine falsche Toleranz unverantwortlich. Diese würde die Zerstörung nur beschleunigen und vergrößern. Rudolf Steiner sagt dazu: «Der Kampf, der gegen Geisteswissenschaft geführt wird, er hat alle möglichen [. . .] Formen angenommen. Der Kampf, der gegen diesen Kampf geführt wird, der ist noch ein sehr spärlicher. Er muss aber wegen des Heiles und der Fortentwicklung der Menschheit geführt werden. Gesunden muss wieder das, was gerade durch den modernen Wissenschaftsgeist [.. .] krank gemacht wird.» (S.86-87). 

NB: Das Vorangehende ist einem breiteren Zusammenhang entnommen. Es kann nicht die Lektüre der genannten Schrift ersetzen.