Montag, 6. April 2015

…das geistige Gestanden-Haben vor dem Mysterium von Golgatha…der Steiner des Anstosses bei SKA Foerderer

 Rudolf Steiner am Wendepunkt seiner Biographie in der Zeit zwischen den sogenannten juengeren und den alteren Steiner.





«In der Zeit, in der ich die dem Wort-Inhalt nach Späterem so widersprechenden Aussprüche über das Christentum tat, war es auch, daß dessen wahrer Inhalt in mir begann, keimhaft vor meiner Seele als innere Erkenntnis-Erscheinung sich zu entfalten. Um die Wende des Jahrhunderts wurde der Keim immer mehr entfaltet. Vor dieser Jahrhundertwende stand die geschilderte Prüfung der Seele. Auf das geistige Gestanden-Haben vor dem Mysterium von Golgatha in innerster ernstester Erkenntnis-Feier kam es bei meiner Seelen-Entwickelung an.» (Rudolf Steiner: Mein Lebensgang. GA 28. Kapitel XXVI. Seite 366.)
ganzes Kapittel siehe ganz unten


Ueber Hadesfahrt und Damaskuserlebnis Steiners ein sehr empfehlenswert naechstes Buch:

September 1900. Das "Gestanden-Haben vor dem Mysterium von Golgatha" im Lebensgang Rudolf Steiners - Malte Diekmann

Bevor Rudolf Steiner sein Wirken als großer Geisteslehrer unserer Zeit beginnen konnte, mußte er in innerster geistiger Anteilnahme vor dem Mysterium von Tod und Auferstehung Christi zur Zeitenwende gestanden haben. Umstände und Hintergründe der Christus-Begegnung sind Thema dieser Schrift. Erstmals wird darin auch eine genauere zeitliche Einordnung gegeben - ein wichtiger Baustein für das Verständnis der inneren Entwicklung und der Lebensaufgabe Rudolf Steiners.



XXVIWerke - GA 28 Mein Lebensgang#G028-1983-SE363  Mein Lebensgang#TIXXVI.#TXIn Widerspruch mit den Darstellungen, die ich später vom Christentum gegeben habe, scheinen einzelne Be­hauptungen zu stehen, die ich damals niedergeschrieben und in Vorträgen ausgesprochen habe. Dabei kommt das Folgende in Betracht. Ich hatte, wenn ich in dieser Zeit das Wort «Christentum» schrieb, die Jenseitslehre im Sinne, die in den christlichen Bekenntnissen wirkte. Aller Inhalt des religiösen Erlebens verwies auf eine Geistwelt, die für den Menschen in der Entfaltung seiner Geistes­kräfte nicht zu erreichen sein soll. Was Religion zu sagen habe, was sie als sittliche Gebote zu geben habe, stammt aus Offenbarungen, die von außen zum Menschen kom­men. Dagegen wendete sich meine Geistanschauung, die die Geistwelt genau wie die sinnenfällige im Wahrnehrn­beten am Menschen und in der Natur erleben wollte. Dagegen wendete sich auch mein ethischer Individualis­mus, der das sittliche Leben nicht von außen durch Ge­bote gehalten, sondern aus der Entfaltung des seelisch-geistigen Menschenwesens, in dem das Göttliche lebt, hervorgehen lassen wollte.Was damals im Anschauen des Christentums in mei­ner Seele vorging, war eine starke Prüfung für mich. Die Zeit von meinem Abschiede von der Weimarer Arbeit bis zu der Ausarbeitung meines Buches: «Das Christenturn als mystische Tatsache» ist von dieser Prüfung ausgefüllt. Solche Prüfungen sind die vom Schicksal (Karma) gegebenen Widerstände, die die geistige Ent­wickelung zu überwinden hat.Ich sah in dem Denken, das aus der Naturerkenntnis folgen kann - aber damals nicht folgte - die Grundlage, auf der die Menschen die Einsicht in die Geistwelt er­langen konnten. Ich betonte deshalb scharf die Erkennt­nis der Naturgrundlage, die zur Geist-Erkenntnis führen muß. Für denjenigen, der nicht wie ich erlebend in der Geistwelt steht, bedeutet ein solches Sich-Versenken in eine Denkrichtung eine bloße Gedankenbetätigung. Für den, der die Geist-Welt erlebt, bedeutet sie etwas wesentlich anderes. Er wird in die Nähe von Wesen in der Geist-Welt gebracht, die eine solche Denkrichtung zur allein herrschenden machen wollen. Da ist Einseitigkeit in der Erkenntnis nicht bloß der Anlaß zu abstrakter Verir­rung; da ist geist4ebendiger Verkehr mit Wesen, was in der Menschenwelt Irrtum ist. Von ahrimanischen Wesen­heiten habe ich später gesprochen, wenn ich in diese Richtung weisen wollte. Für sie ist absolute Wahrheit, daß die Welt Maschine sein müsse. Sie leben in einer Welt, die an die sinnenfällige unmittelbar angrenzt.Mit meinen eigenen Ideen bin ich keinen Augenblick dieser Welt verfallen. Auch nicht im Unbewußten. Denn ich wachte sorgfältig darüber, daß sich all mein Erken­nen im besonnenen Bewußtsein vollzog. Um so bewuß­ter war auch mein innerer Kampf gegen die dämoni­schen Mächte, die nicht aus der Naturerkenntnis Geist-Anschauung, sondern mechanistisch - materialistische Denkart werden lassen wollten.Der nach geistiger Erkenntnis Suchende muß diese Welten erleben; bei ihm genügt nicht ein bloßes theo­retisches Denken darüber. Ich mußte mir damals meine Geistanschauung in inneren Stürmen retten. Diese Stürme standen hinter meinem äußeren Erleben. Ich konnte in dieser Prüfungszeit nur weiter kommen, wenn ich mit meiner Geist-Anschauung die Entwickelung des Christentums mir vor die Seele rückte. Das hat zu der Erkenntnis geführt, die in dem Buche «Das Christen­tum als mystische Tatsache» zum Ausdrucke kam. Vor­her deutete ich immer auf einen christlichen Inhalt, der in den vorhandenen Bekenntnissen lebte. Das tat ja auch Nietzsche.An einer früheren Stelle dieses Lebensganges (S.126 ff) schildere ich ein Gespräch über Christus, das ich mit dem gelehrten Cisterzienser und Professor an der katholisch-theologischen Fakultät in Wien gehabt habe. Skeptischer Stimmung stand ich gegenüber. Ich fand das Christen­tum, das ich suchen mußte, nirgends in den Bekenntnissen vorhanden. Ich mußte mich, nachdem die Prüfungs­zeit mich harten Seelenkämpfen ausgesetzt hatte, selber in das Christentum versenken, und zwar in der Welt, in der das Geistige darüber spricht.An meiner Stellung zum Christentum wird voll an­schaulich, wie ich in der Geisteswissenschaft gar nichts auf dem Wege gesucht und gefunden habe, den manche Menschen mir zuschreiben. Die stellen die Sache so hin, als ob ich aus alten Überlieferungen die Geist-Erkenntnis zusammengestellt hätte. Gnostische und andere Lehren hätte ich verarbeitet. Was im «Christentum als mystische Tatsache» an Geist-Erkenntnis gewonnen ist, das ist aus der Geistwelt selbst unmittelbar herausgeholt. Erst um Zuhörern beim Vortrag, Lesern des Buches den Einklang des geistig Erschauten mit den historischen Überlieferun­gen zu zeigen, nahm ich diese vor und fügte sie dem Inhalte ein. Aber nichts, was in diesen Dokumenten steht, habe ich diesem Inhalte eingefügt, wenn ich es nicht erst im Geiste vor mir gehabt habe.

In der Zeit, in der ich die dem Wort-Inhalt nach Spä­terem so widersprechenden Aussprüche über das Christentum tat, war es auch, daß dessen wahrer Inhalt in mir begann keimhaft vor meiner Seele als innere Erkenntnis-Erscheinung sich zu entfalten. Um die Wende des Jahrhunderts wurde der Keim immer mehr entfaltet. Vor dieser Jahrhundertwende stand die geschilderte Prü­fung der Seele. Auf das geistige Gestanden-Haben vor dem Mysterium von Golgatha in innerster ernstester Erkenntnis-Feier kam es bei meiner Seelen-Entwicke­lung an.

Kommentare:

  1. Spannend, welche Offenbarungen Meister Kees durch sein Gestanden-Haben vor dem Mysterium der SKA gewonnen hat und noch gewinnt. So zum Beispiel jenes aus der Akasha-Chronik herausgelesene Gespräch zwischen Christian Clement und Holger Niederhausen (welches in der Tat so auf der Astralebene stattgefunden hat und welches Kromme erstaunlich akkurat wiedergibt): (Hier zu lesen)

    Und nicht nur das: Kromme platziert die Verkündigung seiner Offenbarung zeitlich hochsignifikant "zwischen erstem April und Karmittwoch (als Christus von Judas verraten wurde)." Somit ist er also auch diesem Geheimnis der SKA auf die Schliche gekommen: dass deren Herausgeber ein Anhänger der Judas-Mysterien ist. Deren niederträchtiges Ziel es ist, die Offenbarung des mystischen Christus in der Menschheit durch den "Verrat" an Jesus, durch die Dekonstruktion des traditionellen religiösen Jesus-Glaubens voranzutreiben.

    Wer nicht glaubt, dass es diesen geheimen Mysten-Bund gibt, lese nur einmal das apokryphe Evangelium des Judas. Dort heißt es unter anderem:

    "Judas sprach zu ihm [Jesus]: "In der Vision sah ich, wie die zwölf Jünger mich steinigten und mich erbarmungslos verfolgten. [...]

    Jesus antwortete und sprach: "Du wirst der Dreizehnte werden, und du wirst von den anderen Geschlechtern verflucht werden - und du wirst kommen, über sie zu herrschen. Am Ende aller Tage werden sie deine Erhebung in das [Geschlecht] der Heiligen verfluchen. [...]

    Doch du wirst sie alle übertreffen; denn du wirst den Mann opfern, der mich kleidet."

    Der gesamte Text findet sich hier:)

    Ob Kromme wohl jetzt auch noch dem dritten und tiefsten Mysterium der SKA auf den Grund kommen wird? Dasjenige, das in dem Bild ausgedrückt ist, dass der mystische Judas, der "Dreizehnte" welcher das Werk der "Zwölf" (d. h. die äußerliche Kirche) überwinden soll, dies "in den letzten Tagen" und zwar durch seine Erhebung in das "Geschlecht der Heiligen" verwirklichen wird? Ich vermute, Kromme ist ganz nah dran.

    Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist durch den Meister Kromme offenbart!

    crc

    Von Anonym am Montag, 6. April 2015 um 02:08:00 MESZ unter Egoisten eingestellt.

    AntwortenLöschen
  2. Lieber crc, eine höchst originelle Theorie. Ich muss allerdings Herrn Kromme in diesem Fall in Schutz nehmen; der Dialog und der Judas-Vergleich stammen von Herrn Niederhausen, Herr Kromme kolportiert nur, wie üblich:

    http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=973

    Von Christian Clement am Montag, 6. April 2015 um 06:27:00 MESZ unter Egoisten eingestellt.

    AntwortenLöschen
  3. MMM crc oder darf ich sagen Christian Rosenkreutz :(

    die Fragen Niederhausens scheinen wohl zu schwierich zu sein fuer manche Leute.

    http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=976

    Von cheese curve am Montag, 6. April 2015 um 17:39:00 MESZ unter Egoisten eingestellt

    AntwortenLöschen
  4. Das glaube ich nicht. Ich vermute dass Clement sich bewusst unklar hält und auf Niederhausen nicht eingeht, damit man ihn nicht auf eine bestimmte Position festnageln kann. So können liberale Anthroposophen und Akademiker gleichermaßen ihre eigenen Anschauungen in ihn hineinprojizieren und in ihm einen Allierten sehen. Eine weit verbreitete Taktik: jeder sieht dann in ihm, was er sehen will und er selbst kann ungestört sein eigentliches Ziel verfolgen. Ist ihm mit vielen Anthroposophen auch weitgehend gelungen, mit den Akademikern weniger. Darum wird er im nächsten Band sicher Traub und Zander um den Bart gehen.

    Und auch seine Gegner hat er schön an der Nase herumgeführt: Die argwöhnischen Wissenschaftler vermuten hinter Clement einen Anthroposophen, der er aber nicht ist. Und die argwöhnischen Anthroposophen verschwenden all ihre Energie darauf, zu argumentieren, dass Intellektualismus und Wissenschaft Anthroposophie nicht versehen können. Dabei vertritt Clement gar nicht die Position der gängigen Wissenschaft!

    Klug einfädelt: so hat er die moderaten und liberalen in beiden Lagern auf seiner Seite. Die Kritiker unter den Anthroposophen kritisieren den "Wissenschaftler" Clement und stehen als wissenschaftsfeindlich da, und die Kritiker unter den Wissenschaftlern kritisieren den "Anthroposophen" Clement und stehen als anthroposophiefeindlich da. Alle Munition wird auf bloße Attrappen verschossen und keiner sieht, dass es ihm in Wirklichkeit weder um die Anthroposophie noch um die Wissenschaft geht. Clement steht ganz woanders und verfolgt relativ ungestört sein Ziel.

    Wenn die Anthroposophen klug wären, würden sie einfach abwarten und es den Akademikern überlassen, Clements Arbeit zu bewerten. Dann gäbe es den Sturm um die SKA gar nicht und die Ambitionen der akademischen Platzhirsche würden schon dafür sorgen, dass die SKA als sympathischer aber wissenschaftlich nicht akzeptabeler Versuch eines Dilettanten dasteht. Dann würde das Problem irgendwann von selbst verschwinden. Aber Anthroposophen sind eben nicht klug.

    crc

    Von Anonym am Montag, 6. April 2015 um 19:10:00 MESZ unter Egoisten eingestellt.

    AntwortenLöschen
  5. "wird Textkritik ueberhaupt verstehen koennen ob jemand ein Saulus-Paulus Erlebnis hatte?"

    Ich habe bei diesen und vielen Diskussionen hier das Gefühl, bei der Beurteilung der SKA spielt ein alles-oder-nichts-Denken hinein, welches ihr völlig unangemessen ist.

    Zum ersten muss man mal zwischen den zwei grundsätzlichen Funktionen der Edition unterscheiden: 1. der Bereitstellung eines verlässlichen Textes mit allen Textvarianten und die Dokumentation der von Steiner verwendeten Quellen 2. die kontextualisierenden Bemerkungen des Herausgebers in den Einleitungen und Kommentaren sowie seine Deutungen.

    Die erste Funktion ist ihre zentrale und wesentliche. Zu diesem Zweck ist sie da, und zu keinem anderen. Und hier ist sie unbestritten, denn sie stellt ein objektives und unbestechliches Instrument zur Verfügung gestellt, mit dem jeder/jede arbeiten und Aufschlüsse über Steiner gewinnen kann, gleichgültig wie er/sie zu Steiner steht.

    Die Einleitungen und Kommentare sind zweitrangig. Jedem kritischen Leser ist ja klar, dass hier ein Mensch schreibt, der begrenztes Wissen hat und persönliche Meinungen mitbringt und dass er hier nicht DIE Wahrheit über Steiner vor sich hat, sondern das, was EINER davon verstanden hat und darüber denkt. Davon kann er sich anregen lassen, kritisch damit umgehen, es völlig ablehnen, ganz nach Gusto.

    Symptomatisch für die Debatte um die SKA ist nun, dass es in 99.9% aller Wortäußerungen nicht um die 1., also um ihre eigentliche Funktion geht, sondern um die eher nebensächlichen Bemerkungen des Herausgebers. Und auch unter diesen geht es nicht um die 99% seiner Darlegungen, in denen er unbestrittene Fakten berichtet, um den mit Steiner ubekannte Leser an das Thema heranzuführen, sondern um das 1%, wo er eine persönliche Interpretation wagt oder eine zugespitzte Formulierung benutzt. So etwas wäre in akademischen Kreisen undenkbar, denn hier gilt es als ausgemacht, dass jede Deutung einer Sache immer nur eine unter vielen ist. Man geht davon aus, dass jeder Interpretationsansatz Stärken und Schwächen hat, dies leisten kann aber jenes nicht.

    Dies scheint mir das Hauptproblem bei vielen anthroposophischen Lesern zu sein. Es wird nicht DIFFERENZIERT. Weder zwischen der eigentlichen Funktion der SKA und den notwendigerweise beschränkten Meinungen des Herausgebers, noch auch zwischen den Stärken und Schwächen in dessen Deutungsansatz. Da gibt es nur alles oder nichts. Wenn Clement in einzelnen Punkten abweicht von dem, wie "man" Steiner innerhalb der Anthroposophie sieht, oder wenn seine Interpretation hier und da von Steiners Selbstdeutung abweicht, dann wird daraus geschlossen: Clement versteht Steiner nicht, er lehnt Anthroposophie ab. Vielleicht, weil man daran gewöhnt ist, von einem Autor die Antworten auf alles zu erhalten, erwartet man auch von Clements Ansatz alles, und da er diese Erwartung nicht erfüllen kann, wird er für nichts erachtet. Und da es mit Clements Steinerdeutung nichts ist, kann es auch mit der SKA nichts sein. Also hinweg damit.

    Hier werden die Anthroposophen lernen müssen, zu differenzieren. Man kann meinen Deutungsansatz kritisch sehen und doch die SKA begrüßen. Und man kann mit diesem Ansatz so umgehen, dass man von seinen Stärken profitiert und seine Schwächen verbessert, anstatt ihn in Bausch und Bogen zu akzeptieren oder abzulehnen. Die akademisch geschulten und die seelisch über ihren eigenen Meinungen Stehenden unter den Anthroposophen machen ja vor, dass und wie das geht. Hoffmann, Ravagli oder Kirsch sind um nichts weniger Anthroposophen als ein Archiati oder ein Meyer - aber sie können sich der SKA objektiv und differenziert gegenüberstellen, weil sie gelernt haben (sei es durch akademisches Studium, sei es durch das Leben) zu dfferenzieren, anthroposophisch gesprochen, sich "Ahriman" zu Diensten zu machen, um "Luzifer" in Schranken zu halten.

    Von Christian Clement am Sonntag, 16. November 2014 16:09:00 MEZ unter Egoisten eingestellt.

    AntwortenLöschen